16. Januar 2015

Das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) ehrt Dr. Detlev Marpe

Weltweit größter technischer Berufsverband ehrt Fraunhofer HHI Wissenschaftler Dr. Detlev Marpe.

Das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), der weltweit agierende Berufsverband von Ingenieuren der Elektro- und Informationstechnik, hat Dr. Detlev Marpe vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, die Auszeichnung des „IEEE Fellow“ verliehen. Der Leiter der Forschungsabteilung „Video Communication & Analytics“ am HHI erhält diesen Titel für seine international anerkannten Beiträge zur Videocodierung und zur Entwicklung der Standards H.264/AVC und H.265/HEVC, die heute in mehr als einer Milliarde videofähiger Endgeräte wie Smartphones, Tablets, PCs, TV-Geräte, Spielekonsolen oder Blu-ray-Playern weltweit verwendet werden.

Einmal jährlich wählt das Board of Directors des IEEE wenige ausgewählte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt zu neuen Fellows. Diese Ehrenmitgliedschaft wird an Mitglieder des IEEE mit außergewöhnlichen Leistungen in einem der Interessengebiete des Verbands verliehen. 2015 wurden nur insgesamt sechs deutsche Wissenschaftler in den exklusiven Kreis aufgenommen. Pro Jahr dürfen nur so viele Personen ausgewählt werden, dass ihre Gesamtzahl 0,1% der stimmberechtigten IEEE-Mitglieder nicht übersteigt.

Dr. Marpe wurde bereits mehrfach für seine technisch-wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Videocodierung ausgezeichnet. So war er 2012 für den Deutschen Zukunftspreis nominiert und erhielt 2011 den Karl Heinz Beckurts-Preis. Weiterhin konnte er zusammen mit anderen maßgeblichen Schlüsselpersonen 2008 den Primetime Engineering Emmy Award und 2009 den Technology & Engineering Emmy Award für die Standardisierung von H.264/AVC entgegennehmen. Außerdem wurden seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen mit mehreren Best Paper Awards ausgezeichnet.

Das IEEE mit Sitz in New York City ist mit mehr als 400.000 Mitgliedern in über 160 Ländern der größte technische Berufsverband der Welt. Das inhaltliche Spektrum reicht von der Weltraumtechnologie über Computer- und Telekommunikationstechnologien bis hin zur Biomedizin, Stromerzeugung und Konsumelektronik und deckt damit alle wichtigen technologischen Bereiche ab.