18. Juli 2016

Nächster Mobilfunkstandard 5G wird in Berlin getestet

Die nächste schnelle Datenfunk-Generation 5G wird in Berlin erprobt. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft und die Deutsche Telekom wollen beim Aufbau eines Testfeldes zusammenarbeiten. In den nächsten Tagen werde sie Verträge mit dem Berliner Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI unterzeichnen, um die Forschung und Einführung des neuen Mobilfunknetzes voranzutreiben.

Die Informationstechnik- und Telekommunikationsbranche sieht im Mobilfunk der fünften Generation (5G) eine Chance für Deutschland, im Technik-Geschäft wieder mehr Gewicht zu erlangen. Die Technologie soll bis zum Jahr 2020 marktreif sein und mit Datenraten von bis zu 10 Gbit/s deutlich schneller sein als der gegenwärtige Standard LTE.

Mit dem 5G-Testfeld in Berlin wird eine intelligente Kommunikationsinfrastruktur aufgebaut. Dieses Netz der Zukunft wird nicht nur für Telefonie und Datendienste ausgelegt sein. Es handelt sich dabei um ein universelles Netz für die Kommunikation von Geräten. Die parallele Entwicklung der Infrastruktur, das Entwickeln von Anwendungen unter Einbeziehung von Startups und das Testen erster Anwendungen ist ein Alleinstellungsmerkmal des Berliner Testfeldes im internationalen Wettbewerb.

Sendeanlagen der neuen Generation sollen unter anderem auf dem früheren Telefunken-Hochhaus am Ernst-Reuter-Platz in Nachbarschaft zur TU Berlin in Charlottenburg installiert werden. Sie könnten einen Radius von etwa einem Kilometer abdecken. In dieser Zone könnten 5G-Anwendungen in Echtzeit getestet werden, etwa auch die Entwicklungen der Berliner Fraunhofer Institute Heinrich Hertz und Fokus.