Für ihre wegweisende Forschung im Bereich kompakter 3D-Szenenrepräsentationen wurde ein Team aus der Abteilung Vision and Imaging Technologies (VIT) des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts (HHI) mit dem CVMP Research Impact Award ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen der 22nd ACM SIGGRAPH European Conference on Visual Media Production statt – einer der führenden europäischen Konferenzen für visuelle Medienproduktion.
Das Forscherteam, bestehend aus Wieland Morgenstern, Florian Barthel, Anna Hilsmann und Peter Eisert, entwickelte die prämierte Methode „Compact 3D Scene Representation via Self-Organizing Gaussian Grids“ in Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Arbeit wurde im vergangenen Jahr erstmals auf der ECCV vorgestellt und hat seitdem große Resonanz in der internationalen Forschungsgemeinschaft hervorgerufen.
Neue Effizienz für 3D Gaussian Splatting Szenen
Die ausgezeichnete Arbeit stellt eine besonders kompakte Repräsentation für 3D Gaussian Splatting (3DGS) vor. Durch die Organisation der Szenenparameter in glatte, zweidimensionale Raster wird es möglich, Daten stark zu komprimieren und gleichzeitig qualitativ hochwertige Darstellungen zu ermöglichen. Hochkomplexe 3D-Szenen können so mit gängigen Bildkompressionsverfahren effizient gespeichert werden – ohne die grundlegende Struktur von 3DGS zu verändern. Die Kompression erreicht dabei je nach Szene Reduktionsraten zwischen 20× und 40× bei gleichbleibend hoher visueller Qualität.
Für bestimmte Konfigurationen sind sogar noch höhere Faktoren möglich. Gleichzeitig bleiben die dekomprimierten Szenen kompatibel mit etablierten Render-Workflows, sodass die Methode unmittelbar in gängige 3DGS-Pipelines integriert werden kann.
Die prämierte Technologie bietet damit eine Lösung für zentrale Herausforderungen moderner visueller Medien: Große 3D-Datensätze lassen sich erheblich verkleinern und schneller übertragen, ohne an Qualität zu verlieren. Dies eröffnet beispielsweise Vorteile für XR-Anwendungen, bei denen speicherarme Geräte hochwertige 3D-Inhalte schnell laden müssen.
Die Auszeichnung auf der CVMP unterstreicht die Bedeutung der Arbeiten für aktuelle und künftige Produktionsworkflows in der visuellen Medienverarbeitung. Lesen Sie das vollständige Paper hier.