8. Januar 2025

Fraunhofer HHI-Nachwuchspreis ‚Die Eule‘ geht an Spitzenforschung in Terahertz und optischen Netzen

8. Januar 2025

Bei der Verleihung des Fraunhofer HHI-Nachwuchspreises „Die Eule“ am Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) wurden gleich zwei Wissenschaftler geehrt, deren Arbeiten nicht nur durch herausragende wissenschaftliche Qualität, sondern auch durch eine außergewöhnlich starke Wirkung in ihren Forschungsfeldern überzeugen konnten.

Der Preis wird von der Gesellschaft von Freunden des Heinrich-Hertz-Instituts e.V. ausgelobt und vergeben. In der aktuellen Vergaberunde stand die Jury vor einer besonders anspruchsvollen Entscheidung: Insgesamt fünf Arbeiten mit exzellenten Bewertungen gingen ins Rennen um die Auszeichnung, wobei zwei Arbeiten besonders herausragten. So wurde beschlossen, zwei „Eulen“ zu verleihen.

Dr. Milan Deumer: Fortschritte in der Terahertz-Forschung

Milan Deumer hat kontinuierlich arbeitende Terahertz-Systeme um mehrere Größenordnungen weiterentwickelt. Seine Ergebnisse wurden in 29 Publikationen veröffentlicht und führten nicht nur zu hoher wissenschaftlicher Sichtbarkeit, sondern ermöglichten auch die Einwerbung umfangreicher Industrie- und öffentlich geförderter Projekte.

Dr. Robert Emmerich: Effizientere Nutzung optischer Netze

Robert Emmerich widmete sich der effizienteren Nutzung bestehender optischer Netze. Mit fünf Patenten und 66 Veröffentlichungen leistete er einen bedeutenden Beitrag zur internationalen Sichtbarkeit seines Fachgebiets. Darüber hinaus konnten auf Basis seiner Forschungsergebnisse erfolgreich Prototypen an namhafte Kunden in Japan, Großbritannien, Deutschland, China und Belgien vertrieben werden.

Die „Eule“ als Symbol für wissenschaftliche Exzellenz

Die „Eule“ geht auf die antike Symbolik der Eule der Athene zurück, die für Klugheit und Weisheit steht. Am Fraunhofer HHI wird sie an Forschende verliehen, deren Arbeiten sich durch besondere Neuartigkeit, Erfindungshöhe und wirtschaftliche Relevanz auszeichnen. Die Gesellschaft von Freunden des Heinrich-Hertz-Instituts e. V. hat ihren Ursprung im Jahr 1924. Sie wurde gegründet zum Zweck der Errichtung, Unterhaltung und Unterstützung eines Instituts für wissenschaftlich-technische Forschungen auf den Gebieten der elektrischen, akustischen und mechanischen Schwingungen und trägt heute zu dessen wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Sichtbarkeit bei.

Mit der Doppelvergabe unterstreicht die Jury die außergewöhnliche Qualität der eingereichten Arbeiten und würdigt die nachhaltige Wirkung der Forschung von Milan Deumer und Robert Emmerich.