2x1,7 Terabit pro Sekunde augensichere optische Freistrahlübertragung über 380 Meter am Fraunhofer HHI demonstriert

An zwei Gebäuden des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts HHI in Berlin wurde eine bidirektionale 1,7 Tbit/s schnelle optische Übertragungsstrecke über die Luft eingerichtet. Die bidirektionale Übertragung konnte über eine Entfernung von 380 m erfolgreich demonstriert werden. Das System ist augensicher, da die optische Sendeleistung der Antenne weniger als 10 mW beträgt. Die Signale bestanden in beiden Richtungen aus 40 Wellenlängenkanälen mit einer Datenrate von jeweils 43 Gbit/s.

Die gemessene Bitfehlerhäufigkeit der Kanäle schwankte ohne Vorwärtsfehlerkorrektur zwischen 1E-8 und 0. Beide bidirektionalen Terminals wurden in demselben Gebäude platziert. In dem anderen Gebäude befand sich ein Umlenkspiegel, um die Übertragungsdistanz zu verdoppeln. Fein- und Grob-Trackingsysteme stabilisierten in beiden Terminals die Einkopplung in die bidirektional betriebenen Standard-Einmoden-Fasern. Das Ergebnis wurde mit Unterstützung von Huawei Technologies erzielt. Um die Übertragungsdistanz auf mehrere Kilometer steigern zu können, werden die Terminals künftig mit zusätzlicher Technik, insbesondere zur Kompensation von Turbulenzeffekten, ausgestattet, an denen das Fraunhofer HHI derzeit mit weiteren Partnern forscht. Anwendungen sind optische Freistrahl-Internetverbindungen mit hohen Datenraten für konvergente City- und Zugangsnetze.

Das faserbasierte System, welches ein 1,7-Tbit/s-Signal erzeugt und demoduliert, wurde auch mit den unidirektionalen optischen Freistrahlterminals des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) erfolgreich über eine Übertragungsdistanz von 10 km mit den hierfür erforderlichen hohen Sendeleistungen getestet.