22. Februar 2017

160 Jahre Heinrich Hertz

Heinrich Hertz, Namensgeber des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts HHI, war einer der bedeutendsten deutschen Physiker des 19. Jahrhunderts. Als erster Forscher gelang es ihm, elektromagnetischen Wellen nachzuweisen und so ebnete er den Weg für die moderne Funktechnik. Am 22. Februar wäre er 160 Jahre alt geworden.

Ursprünglich wollte Heinrich Hertz Ingenieur werden, entschied sich nach dem ersten Semester jedoch für ein Mathe- und Physikstudium. Bereits mit 23 Jahren promovierte er über die Rotation von Metallkugeln. Anschließend lehrte Hertz als Privatdozent und Professor an Universitäten in Kiel,  Karlsruhe und Bonn. Während seiner Professur an der Technischen Hochschule Karlsruhe machte er im Jahr 1886 eine bedeutende Entdeckung: elektromagnetische Wellen. In einem Experiment gelang es ihm erstmalig, freie elektromagnetische Wellen experimentell zu erzeugen und nachzuweisen, dass diese sich wie Lichtwellen verhalten und ausbreiten. Ohne diese Entdeckung wären moderne Funktechniken, wie das Telefon, Radio oder der Fernseher, nicht möglich gewesen. Noch heute begleitet uns sein Name im Alltag – die Abkürzungen „kHz“ und „MHz“ auf den Skalen und Displays der Radios stehen für „Hertz“, die Maßeinheit der Frequenz. Diese wurde 1930 nach ihm benannt und 1933 international eingeführt.


Das Berliner Forschungsinstitut wurde im Jahr 1928 als Heinrich-Hertz-Institut für Schwingungsforschung gegründet. Forschungsschwerpunkte waren, ganz im Sinne des Namengebers Heinrich Hertz, die Telegrafie, Fernsprechtechnik und Hochfrequenztechnik. Seit 2003 ist das HHI Teil der Fraunhofer-Gesellschaft. Das Fraunhofer HHI ist weltweit führend in der Erforschung von mobilen und optischen Kommunikationsnetzen und -systemen sowie der Kodierung von Videosignalen und der Datenverarbeitung.