9. April 2020

Fraunhofer HHI beteiligt sich mit PolyBoard- und InP-Technologie am EU-Projekt POETICS

Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut HHI beteiligt sich gemeinsam mit sieben weiteren Konsortium-Mitgliedern an dem Forschungs- und Innovationsprojekt POETICS. Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Horizon 2020-Programms gefördert und zielt darauf ab, die optische Datenkommunikation mit all ihren Leistungs-, Funktionalitäts- und Kostenvorteilen zu nutzen, um das skalieren der Rechenzentren und das Wachstum der kabelgebundenen Infrastrukturen für den weiteren 5G-Aufbau zu ermöglichen.

Die kostengünstige Bereitstellung von optischen Verbindungen mit Terabit-Kapazität erfordert einen Paradigmenwechsel im Packaging-Ansatz, da die Länge der elektrischen Verbindungen zwischen dem optoelektronischen Transceiver und dem digitalen Schaltchip minimiert werden muss. Außerdem sollten Signalkonditionierungschips und unerwünschte Komponenten, wie z. B. Stecksockel, die sonst erforderlich wären und unweigerlich zu erhöhtem Stromverbrauch und reduzierter Signalintegrität führen würden, entfernt werden. Schließlich muss die richtige Kombination aus photonischer und elektronischer Technologie integriert werden, um hochleistungsfähige, kostengünstige und energieeffiziente optical engines zu liefern.

POETICS wird neuartige Terabit optical engines sowie optische Schaltkreise entwickeln und sie mit digitalen Schaltchips kointegrierten. Dies ermöglicht Multi-Chip-Modules (MCM) für optische Switches der nächsten Generation mit Kapazitäten von >12,8 Tb/s und sehr hoher Energieeffizienz, die in die Roadmap der Rechenzentren-Betreiber passen. Um diese Ziele zu erreichen, wird POETICS die SiGe BiCMOS-, InP-, PolyBoard- und TriPleX-Technologien nutzen und auf die Hybridintegration setzen, welche die Auswahl und Kombination der leistungsstärksten und jeweils kostengünstigsten Komponenten erlaubt.

POETICS wird geleitet vom „Institute of Communications & Computer Systems“ (Griechenland). Neben dem Fraunhofer HHI umfasst das Projektkonsortium „LioniX International BV“ (Niederlande), „Interuniversitair Micro-Electronica Centrum“ (Belgien), „Optagon Photonics“ (Griechenland), „PHIX BV“ (Niederlande), „Mellanox Technologies Ltd- MLNX“ (Israel) und „Telecom Italia Spa“ (Italien).

Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier .