28. Januar 2020

Grünes Licht für europäisches VHTS-Forschungsprojekt VERTIGO

Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut HHI beteiligt sich an dem nun offiziell gestarteten Projekt VERTIGO (Very High Throughput Satellite-Ground Optical link). Das dreijährige Projekt wird im Rahmen des Horizon2020 Forschungs- und Innovationsprogramms der Europäischen Kommissi-on durchgeführt und zielt darauf ab, Konzepte zu entwickeln, die auf modernsten optischen Technologien basieren, um die Kapazität von Satellitenverbindungen deutlich zu erhöhen.

VERTIGO wird die Schlüsseltechnologien für optische Verbindungen mit hohem Durchsatz (hohe optische Energieerzeugung, hocheffiziente Wellenformen, Minderung atmosphärischer Störungen) untersuchen und sie am Boden sowohl in Innen- als auch in Außenbereichen testen. Das Konsortium besteht aus dem Projektleiter Thales Alenia Space und CREONIC GmbH, ETH Zürich, Fraunhofer HHI, Gooch und Housego Ltd, LEO Space Photonics R&D, ONERA, Thales Alenia Space in Frankreich und der Schweiz und Thales Research & Technology.

Im Rahmen von VERTIGO wird das Fraunhofer HHI optische Antennen und Kommunikationstechniken entwickeln. Projektleiter Nicolas Perlot, Leiter der Gruppe Optische Freistrahlsysteme in der Abteilung Photonische Netze und Systeme am Fraunhofer HHI, erklärt: „Unsere Antennen werden die Auf- und Abwärtsverbindungen von Lasersatelliten robuster gegenüber atmosphärischen Störungen machen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Projektpartnern.“ Satellitensysteme der nächsten Generation werden eine wichtige Rolle bei der Überbrückung der digitalen Kluft und der Bereitstellung von Hochge-schwindigkeitsverbindungen für alle bis 2025 spielen. Optische Satellitenverbindungen gelten dabei als vielversprechende Technologie, um die Leistung zukünftiger VHTS (Very High Throughput Satellite)-Systeme deutlich zu verbessern. VERTIGO wird die Entwicklung von VHTS-Systemen erleichtern und dazu beitragen, Europa an der Spitze des technologischen Fortschritts zu halten und gleichzeitig die Wettbe-werbsfähigkeit der Industrie zu verbessern.

Das Projekt erhielt Fördermittel aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon2020 der Europäischen Union im Rahmen der Fördervereinbarung Nr. 822030.