17. Januar 2020

Neues Projekt TERAmeasure zur berührungslosen Millimeter- und Terahertz-Frequenzmessung in Madrid gestartet

Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut HHI beteiligt sich am EU-geförderten FET-Open-Projekt TERAmeasure. Die Projektpartner trafen sich im November 2019 zu einem offiziellen Kick-off-Meeting an der Universidad Carlos III de Madrid (UC3M), wo sie den Startschuss für ihre Forschungsaktivitäten - die Erstellung einer universellen, breitbandigen und berührungslosen Mess- und Sensorplattform für den Millimeterwellen (mmW)- und Terahertz(THz)-Frequenzbereich - setzten. Mit einem photonischen Ansatz wird eine neue Klasse von Vektor-Netzwerkanalysatoren (VNAs) für eine berührungslose Gerätecharakterisierung entwickelt, die einen breiten mmW- und THz-Frequenzbereich abdeckt. Dieses Projekt soll das Potenzial für eine Vielzahl von Anwendungen für berührungslose, breitbandige und phasensensitive Messungen erschließen.

Ein Durchbruch wird durch die Nutzung der photonischen Integrationstechnologie und der Silizium-Mikrobearbeitung erreicht. Dadurch kann eine breitbandige Dauerstrich-THz-Plattform realisiert werden, die mit Brechungsindex-konstruierten dielektrischen Wellenleitern ausgestattet ist. TERAmeasure zielt darauf ab, kostspielige Frequenzerweiterungsmodule, die auf Rechteckhohlleiter mit Flanschen basieren, durch einen photonischen Ansatz zu ersetzen, der das gesamte Spektrum von 30 GHz bis zu 3 THz abdeckt. Dadurch hilft TERAmeasure, das mmW- und THz-Spektrum in einem Gerät zu vereinen, bisher werden dafür mehr als zehn separate Geräte benötigt.

Im Rahmen von TERAmeasure werden zwei verschiedene Arbeitsgruppen der Abteilung Photonische Komponenten am Fraunhofer HHI, die Gruppe Terahertz-Sensorsysteme und die Gruppe Hybrid PICs, mmW/THz-Transceiver auf Basis wellenleiterintegrierter optoelektronischer Komponenten sowie photonische integrierte Schaltkreise (PICs) auf Basis der PolyBoard-Hybridintegrationstechnologie zur Erzeugung der optischen Signale entwickeln.

Neben dem Fraunhofer HHI (Berlin, Deutschland) besteht das Projektkonsortium aus der Universidad Carlos III de Madrid (Madrid, Spanien; Koordinator), der KTH Royal Institute of Technology (Stockholm, Schweden), Anritsu EMEA Ltd. (Luton, Vereinigtes Königreich) und Protemics GmbH (Aachen, Deutschland).