18. Mai 2015

Forschung auf dem Gebiet der Videocodierung mit dem „ITU150 Award“ ausgezeichnet

Die Internationale Fernmeldeunion (International Telecommunication Union, ITU) würdigte die Forschungsarbeit, die den Videocodierungsstandard H.264/MPEG-4 AVC und dessen Nachfolger H.265/MPEG-H HEVC hervorbrachte, als eine der richtungsweisendsten Innovationen unserer Zeit im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Thomas Wiegand, Professor an der TU Berlin und Institutsleiter des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts, nahm die renommierte Auszeichnung für das Team – den ITU150 Award – auf der 150-Jahrfeier am 17. Mai in Genf entgegen.

Die Internationale Fernmeldeunion feierte in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen in Genf, Schweiz. Zu diesem Jubiläum verlieh die ITU die einmalige ITU150-Auszeichnung an bedeutende Persönlichkeiten, die großen Einfluss auf den Fortschritt in Informations- und Kommunikationstechnologie haben. Unter den Ausgezeichneten befinden sich bekannte Persönlichkeiten wie der Microsoft-Gründer Bill Gates oder der Miterfinder der Internetprotokollfamilie TCP/IP Robert Kahn sowie Martin Cooper, der als Vater des Mobiltelefons gilt.

Die Internationale Fernmeldeunion ist die älteste Sonderorganisation der Vereinten Nationen und wurde am 17. Mai 1865 als Internationaler Telegraphenverein in Paris gegründet. Internationale Kooperation und gemeinsam erarbeiteter Erfolg bei der Entwicklung und Verbreitung von  Informations- und Kommunikationstechnologien zeichnen die Geschichte der ITU aus.