6. April 2016

Industriereife Terahertz-Technologie auf der Hannover Messe und neueste Video-Entwicklungen auf der NAB

Mit der Terahertz-Technik lassen sich Bauteile und Oberflächen zerstörungsfrei prüfen. Waren die Geräte und insbesondere die Messköpfe bisher teuer und unhandlich, ist es Fraunhofer-Forschern jetzt gelungen, die Messköpfe deutlich kompakter zu fertigen und somit ihre Handhabe zu erleichtern und den Preis zu senken. Erste Prototypen sind bereits in der Produktion von Kunststoffrohren im Einsatz. Außerdem können mit ihnen Beschichtungen von Faserverbundwerkstoffen untersucht werden. Vom 25. bis 29. April werden die neuen Sensorköpfe auf der Hannover Messe vorgestellt.

Vor gut zehn Jahren war die Terahertz-Strahlung schon einmal ein großes Thema. Zum einen war die Rede von Nacktscannern, die am Flughafen Passagiere durchleuchten sollten. Zudem hoffte man, mithilfe der Terahertz-Strahlung Messsysteme für die Materialprüfung und Kontrolle von Bauteilen entwickeln zu können. Trotz großer Erwartungen gelang der Terahertz-Technologie der Durchbruch lange nicht. Im Vergleich zu klassischen Verfahren, die heute zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung eingesetzt werden, etwa Röntgen oder Ultraschall, galt die Terahertz-Technologie als zu teuer, unhandlich und insgesamt nicht praxisnah genug.

Die aktuellen Entwicklungen des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI in Berlin könnten der Terahertz-Technologie jetzt einen entscheidenden Schub verleihen. Den Forschern um Thorsten Göbel, Leiter der Terahertz-Forschungsgruppe am Fraunhofer HHI, ist es gelungen, Terahertz-Geräte zu entwickeln, die erstmals aus kostengünstigen Standardbauteilen gefertigt werden und noch dazu vergleichsweise handlich sind. Das vom Fraunhofer HHI eingesetzte Prinzip zur Erzeugung von Terahertz-Strahlung basiert auf einem optoelektronischen Verfahren, wobei mithilfe eines speziellen Halbleiters Laserlicht-Pulse in elektrische Terahertz-Pulse, die nur Billionstel Sekunden lang sind, umgewandelt werden. Die Experten des Fraunhofer HHI zeigen auf der Hannover Messe ein Terahertz-Messsystem mit neuartigem Sensorkopf mit einem Durchmesser von lediglich 25 Millimetern und eine Länge von 35 Millimetern. Mit dem Sensorkopf lassen sich diverse Bauteile, wie beispielsweise Kunststoffrohre einfach und schnell untersuchen.

Außerdem wird auf der Hannover Messe die Optische Drahtlose Kommunikation für Industrie 4.0 Anwendungen vorgestellt. Die robuste, mobile Datenverbindung basiert auf Beleuchtung-LEDs. Die optische drahtlose Kommunikation ist unempfindlich auf EM-Interferenzen und gut geeignet für die drahtlose, datensichere Kommunikation in industriellen Umgebungen. Besuchen Sie den Fraunhofer Gemeinschaftsstand vom 25. bis 29. April auf der Hannover Messe in Halle 2, Stand C16/22.

Zudem treffen Sie unsere Experten vom 16. bis 21. April auf der NAB Show in Las Vegas. Am Stand SU6716 werden die neuesten Entwicklungen aus dem Bereich Video des Fraunhofer HHI vorgestellt. Gezeigt wird die HEVC hochqualitative Videokodierung von UHD Video mit High Dynamic Range und Wide Color Gamut sowie die aktuelle Version der OmniCam-360, welche Panorama-Content in Echtzeit liefert.

Alle weiteren Informationen zu den Messeständen des Fraunhofer HHI auf der NAB Show und der Hannover Messe sowie den innovativen Technologien und Produkten, die präsentiert werden, finden Sie auf unseren Messeseiten.