Lange Nacht der Wissenschaften 2018

JUN 2018

9

Berlin

Zur Langen Nacht der Wissenschaften am 9. Juni 2018 öffnen rund 70 wissenschaftliche Einrichtungen in Berlin und auf dem Potsdamer Telegrafenberg ihre Türen. „Reisen“ Sie an Orte, die sonst für Sie nicht zugänglich sind und erleben Sie Wissenschaft live bei zahlreichen Experimenten, Vorträgen, Workshops und Mitmachaktionen für Erwachsene und Kinder.

Im Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI können Interessierte ab 17:00 Uhr spannende Einblicke in die Arbeiten des Instituts gewinnen. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten des Fraunhofer HHI stehen Entwicklungen von modernen Kommunikationssystemen sowie Multimedia-Systemen. Die Kompetenzen des Fraunhofer HHI umfassen unter anderem photonische Komponenten und Systeme, faseroptische Sensorsysteme sowie Bildsignalverarbeitung und -übertragung.

Pressekontakt

Anne Rommel

Anne Rommel

Pressereferentin

Tel. +49 30 31002-353

Exponate

Mobilfunkstandard der Zukunft: 5G
Mit Übertragungsraten von 10 Gigabit pro Sekunde und Latenzzeiten von einer Millisekunde schafft der Mobilfunkstandard 5G die Voraussetzungen für das taktile Internet. Damit werden neue Anwendungen in Industrie, Verkehr und Medizin möglich.
Schwerpunktthema: Drohnenlokalisierung

Dem Computer beim Denken zugucken - Künstliche Intelligenz nachvollziehbar machen
Moderne Lernalgorithmen (z.B. tiefe neuronale Netze) sind in der Lage, hochkomplexe Aufgaben selbstständig und mit annähernd menschlicher Präzision zu lösen. Bisher agieren diese intelligenten Algorithmen jedoch als Blackbox, d.h. es ist überhaupt nicht klar, warum sie zu dieser oder jener Entscheidung kommen und warum sie gelegentlich scheitern. Das Fraunhofer HHI präsentiert ein generelles Tool, um komplexe Lernverfahren nachvollziehbar zu machen. In interaktiven Demos wird beispielsweise gezeigt, wie neuronale Netze Fragen beantworten können.

Echtzeit Schichtdickenmessung mit Terahertz
Terahertz ist eine Schlüsseltechnik für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung. Wesentliche Vorteile sind Untersuchungen ohne physischen Kontakt und die Analyse komplexer Systeme mit niedrigem Kontrastbereich, bei der etablierte Verfahren wie Ultraschall in der Regel versagen. Dem Fraunhofer HHI ist es gelungen, ein kosteneffizientes und kompaktes Messsystem zu entwickeln, das erstmals Dicken von Mehrschichtsystemen in Echtzeit bestimmt, eine essentielle Technologie z.B. für Lackierungsstraßen - live zu sehen während der LNDW.

Optische drahtlose Datenkommunikation: Hochgeschwindigkeits-Internet aus der Deckenlampe
Die Nachfrage nach drahtlosen Kommunikationsnetzen innerhalb von Gebäuden wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Die optische Freistrahlkommunikation bietet eine Alternative, indem sie LED-basierte Beleuchtungsquellen gleichzeitig als Datensender benutzt, womit eine erhebliche Ausweitung der Netzkapazität erreicht und dabei die von den Anwendern erwünschte Mobilität beibehalten werden kann. Die optische Datenübertragung vermeidet jede elektromagnetische Interferenz mit Funknetzen und ist per Definition funkfrei.

3D Human Body Reconstruction für Virtual und Augmented Reality
Das Fraunhofer HHI stellt ein neuartiges und einzigartig integriertes 360-Grad-Multi-Kamera-Erfassungs- und Beleuchtungssystem zur Erstellung von hochrealistischen Volumetrischen Videos von sich bewegenden Personen vor. Ein Set von Kameras erzeugt 3D-Informationen aus allen Blickwinkeln, ringsherum um die Person. Diese 3D-Informationen werden in eine konsistente, natürliche und dynamische 3D-Darstellung der Person umgewandelt. Die automatisch berechneten Sequenzen können in VR- und AR-Anwendungen integriert werden.

Panoramaprojektion in 180 Grad
Der am Fraunhofer HHI beheimatete Showroom, das TiME Lab, stellt Techniken und Systeme für die immersive Videoprojektion bereit. Außerdem werden hier Technologien vorgestellt, die räumliche Audiowiedergabe gewährleisten. Dazu verfügt der Showroom über eine um 180 Grad gekrümmte zylindrische Bildwand und eine 3D-Multiprojektion, die mit 14 HD-Projektoren realisiert wird. Für eine möglichst realitätsgetreue Akustik ist zusätzlich ein sogenanntes IOSONO-Wellenfeldsynthesesystem integriert.

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