Mobile World Congress 2018

FEB - MRZ 2018

26 - 1

Barcelona, Spanien

Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut HHI gehört zu den weltweit führenden Entwicklern von mobilen und optischen Kommunikationsnetzen und -systemen sowie der Kodierung von Videosignalen und Datenverarbeitung. Gemeinsam mit internationalen Partnern aus Forschung und Industrie arbeitet das Fraunhofer HHI im gesamten Spektrum der digitalen Infrastruktur – von der grundlegenden Forschung bis hin zur Entwicklung von Prototypen und Lösungen.

Auf dem Mobile World Congress 2018 präsentiert das Fraunhofer HHI aktuelle Innovationen aus den Bereichen Videokodierung und Maschinelles Lernen und Drahtlose Kommunikation und Netze am Fraunhofer-Stand G31, Halle 7, vom 26. Februar bis 1. März in Barcelona, Spanien.

Pressekontakt

Anne Rommel

Anne Rommel

Pressereferentin

Tel. +49 30 31002-353

MPEG-OMAF Virtual Reality Videostreaming mit HEVC Tiles

Hohe Auflösung für 360-Grad-Videos – auch auf mobilen Endgeräten

Ein Kernaspekt beim MPEG-OMAF Standard: Die Auflösung von 360-Grad-Videos, die beispielsweise mit VR-Brillen angeschaut werden können, soll steigen. Denn bislang ist diese eher dürftig. Das Viewport-Dependent Profil des kommenden MPEG-OMAF Standards erlaubt hier einen großen Sprung nach vorn. Der Clou: Das gesamte 360-Grad-Video wird in Kacheln des HEVC-Videostandards aufgeteilt, die unabhängig voneinander encodiert werden. Aus diesen Kacheln baut sich das Endgerät, also etwa die VR-Brille, das benötigte Bild in optimaler Auflösung zusammen. In Blickrichtung des Nutzers ist das Bild daher hochaufgelöst, hinter ihm ist die Auflösung gering. Bislang galt es, für jeden Blickwinkel ein eigenes Video auf dem Server vorzuhalten – eine kostspielige Angelegenheit. Der HEVC Tile Based-Ansatz bietet zahlreiche Vorteile: Die Auflösung lässt sich stark verbessern, es müssen deutlich weniger Videodaten auf den Servern und auf den CDN Caches gespeichert werden, die Betriebskosten sinken. Mit HEVC-Tiles lassen sich ultrahochaufgelöste Inhalte optimal auf mobile Endgeräte übertragen – trotz begrenzter Bandbreite und Rechenpower.

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Robert Skupin

Robert Skupin

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Tel. +49 30 31002-185

Millimeterwellen für 5G Access und Backhaul

Die Mm-Wellen-Technologie ermöglicht die Übertragung mit ultra-hohen Datenraten in dichten Anordnungen. Dabei garantiert die Nutzung von Antennen Arrays und Techniken wie Hybrid Beamforming einen Breitband Zugang für alle Nutzer. Dadurch werden mm-Wellen zu einer der wichtigsten Technologien in 5G für Backhaul von Small Cells und Drahtlosen Zugangsknoten. Das Fraunhofer HHI ist spezialisiert auf drahtlose Kommunikation im Bereich von 6 bis 100 GHz. Durch die langjährige Erfahrung bei Kanalmessungen und Modellierung, RF und Antennendesign, PHY und MAC-Layer Design ist das Fraunhofer HHI ein zuverlässiger Partner für 5G-Projekte.

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Dr.-Ing. Wilhelm Keusgen

Dr.-Ing. Wilhelm Keusgen

Gruppenleiter mm-Welle

Tel. +49 30 31002-639

5G Berlin

Das Innovationscluster 5G BERLIN e.V. ist eine Partnerschaft aus Forschung und Wirtschaft zur Förderung von Innovation rund um 5G, dem Kommunikationsnetz der nächsten Generation. Zielsetzung ist sowohl die Erprobung der Technologien als auch die Förderung neuer 5G-Anwendungen. Die Initiative befindet sich momentan in der Gründungsphase und startet Anfang 2018 mit dem Aufbau des 5G-Testfeld und der Eröffnung des 5G-Center.

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Dr.-Ing. Kim Mahler

Dr.-Ing. Kim Mahler

Projektleiter

Tel. +49 30 31002 444

Massive MIMO

Begleitend zur Forschung zum Thema Massive MIMO hat das Fraunhofer HHI eine flexible Software Defined Radio (SDR) Lösung entwickelt, um kompakte Prototypen für die Technologiebewertung und Systemoptimierung aufzubauen. Erweitert um ein modulares Verstärkermodul für 2.6 oder 3.5 GHz können verschiedene Konfigurationen von aktiven Sende-Array-Antennen aufgebaut und untersucht werden. Der Einsatz der Massive-MIMO-Technologie soll in der zukünftigen Mobilfunkgeneration 5G zur Erhöhung der Reichweite, Verbesserung der spektralen Effizienz, Interferenzminimierung und zu einer energieeffizienteren Übertragung eingesetzt werden. Grundlegende Fragestellungen jenseits der klassischen Übertragungstechnik wie z.B. richtungsaufgelöste Kanalmessungen oder Mehrnutzerlokalisierung, Kompensation von HF-Impairments bei großen Array-Antennen, Full-Duplex und hybride Strahlformung werden in verschiedenen Projekten mit dieser flexiblen Plattform adressiert. Kanalmessungen bilden die Basis zur Modellierung von Mehrnutzer-MIMO-Funkkanälen für heterogene terrestrische und Satelliten-Kommunikationssysteme und fließen in die Weiterentwicklung des Quadriga-Kanalmodells ein.

Weiterführende Links:

  • QuaDRiGa  - räumliches 3D-Kanalmodell für Link und Systemlevel-Simulationen
  • MIDRAS - 3D-Lokalisierung von Flugobjekten
  • Reicovair  - Kanalmessungen und Kanalmodellierung

 

 

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Dr.-Ing. Thomas Haustein

Dr.-Ing. Thomas Haustein

Abteilungsleiter Drahtlose Kommunikation und Netze

Tel. +49 30 31002-340

Matthias Mehlhose

Matthias Mehlhose

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Tel. +49 30 31002-485