Nächste Generation von Mobilfunknetzen: Das Fraunhofer HHI treibt die 5G-Forschung voran

2012

Als 2012 die Forschungsarbeit an einem 5G-Projekt begann, war die nächste Generation des Mobilfunknetzes der Öffentlichkeit kaum bekannt. Drei Jahre später wurde das EU-Forschungsprojekt 5GNOW, an dem auch das Fraunhofer HHI beteiligt war, mit der höchstmöglichen wissenschaftlichen Ehrung der Europäischen Kommission ausgezeichnet.

Im Rahmen des Projekts „5th Generation Non-Orthogonal Waveforms for Asynchronous Signaling“ (5GNOW) wurden 5G-Technologien von 2012 bis 2015 erforscht. Finanziert wurde das unter der Gesamtleitung des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts stehende Projekt vom 7. Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung der Europäischen Kommission. Neben den Forschenden des Fraunhofer HHI waren Kolleginnen und Kollegen der Technischen Universität Dresden und von IS-Wireless, CEA LETI und National Instruments aus Ungarn beteiligt. Die technische Leitung übernahm Alcatel-Lucent Deutschland.

Als das Projekt im Jahr 2012 begann, war 5G einem fachfremden Publikum noch gänzlich unbekannt. Forscher gingen allerdings schon damals davon aus, dass diese Generation von Mobilfunknetzen eine große Rolle in der Realisierung von Zukunftsvisionen, wie dem Internet der Dinge oder drahtlosen Gigabitverbindungen, spielen würde. So analysierten die Partner des Projekts mehrere Wellentechnologien, um die Entwicklung von 5G voranzutreiben.

Während der Laufzeit des Projektes wurden die erzielten Ergebnisse bereits auf Konferenzen und Ausstellungen präsentiert: So nahm 5GNOW an der IEEE GLOBECOM 2014 in Austin, Texas und dem Mobile World Congress 2015 in Barcelona teil.

Im Zuge der abschließenden Projektbewertung in Brüssel hob die Europäische Kommission hervor, dass das Projekt wichtige Auswirkungen auf die Vor-Standardisierung von 5G hätte. Selbstverständlich geht die Forschung an den Technologiekomponenten auch nach der Beendigung von 5GNOW weiter: Die erzielten Ergebnisse wurden vom FANTASTIC-5G-Projekt aufgegriffen. Das EU-Projekt nahm am 1. Juli 2015 seine Arbeit auf. Das Fraunhofer HHI ist wieder dabei.