Prof. Dr. Schell und Prof. Dr Wiegand treten gemeinsam die Institutsleitung des Fraunhofer HHI an

2014

Im Januar 2014 treten Prof. Dr. Martin Schell und Prof. Dr. Thomas Wiegand gemeinsam die Nachfolge von Prof. Dr. Hans-Joachim Grallert als Institutsleiter des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts HHI an. Die neue Doppelspitze ist bekannt für ihre renommierte Forschung: Beide Wissenschaftler haben einflussreiche Technologien entwickelt, von denen die Industrie heute weltweit profitiert.

Das Fraunhofer HHI bekommt im Januar 2014 eine neue Institutsleitung: Prof. Dr. Schell und Prof. Dr. Wiegand teilen sich als Nachfolger von Prof. Grallert den Posten. Dass das Institut ein weltweiter Vorreiter bei der Erforschung von Kommunikationsnetzen und Multimediasystemen ist, ist auch den neuen Leitern zu verdanken. Die beiden TU-Professoren leisten mit ihrer Forschung einen wesentlichen Beitrag für die Industrie.

Prof. Wiegand entwickelt Kompressionstechnologien zur Videoübertragung mit, die inzwischen in über einer Milliarde Endgeräten zu finden sind. Durch den Kompressionsstandard H.264/MPEG-AVC ist es möglich, mobile und hochauflösende Videos zu schauen – ob im Fernsehen oder auf dem Smartphone. Noch vor einigen Jahren wurde für die Bilderübertragung bei ähnlicher Qualität nahezu die doppelte Anzahl von Bits benötigt. Für seine Forschung wurde der Professor für Medientechnik vielfach ausgezeichnet: Neben dem Vodafone Innovationspreis, dem Eduard-Rhein-Preis und dem IEEE Masura Ibuka-Preis gewann er auch zwei Emmys.

Prof. Schells Abteilung für Photonische Komponenten beschäftigt sich vor allem mit optoelektronischen Halbleiterbauteilen, die der Datenübertragung dienen. Sein Team aus 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erarbeitet Technologien, die eine optische Datenübertragung von bis zu einem Terabit pro Sekunde ermöglichen. Darüber hinaus ist er unter anderem Vorstandsmitglied der European Photonics Industry Association sowie des Branchenverbunds OptecBB.