Fünf Dinge, die Sie noch nicht über Heinrich Hertz wussten

1857-1894

Heinrich Rudolf Hertz (1857-1894) war ein deutscher Physiker und gilt als der Entdecker der elektromagnetischen Wellen. Nach ihm wurde nicht nur die Einheit Hertz (Hz) für die Frequenz, die seit 1933 im internationalen metrischen System verankert ist, benannt, sondern er ist auch ein würdiger Namensgeber für das Heinrich-Hertz-Institut.

Nr. 1 – Heinrich Hertz hatte viele Talente und Interessen, dazu gehörte auch eine große handwerkliche Begabung. In seiner Jugend ging er sonntags zur Gewerbeschule und tischlerte. Einer seiner Lehrer, ein Drechslermeister, erfuhr später, dass Hertz Professor der Physik geworden war, und nahm dies bedauernd auf: „Ach wie schade, was wäre das für ein tüchtiger Drechsler geworden!"

Nr. 2 – Weniger Talent besaß Heinrich Hertz hingegen im Bereich Musik. Aufgrund seiner mangelnden Gesangskünste wurde er sogar vom Gesangsunterricht in der Schule befreit.

Nr. 3 – In der Meteorologischen Zeitung erschien 1884 ein Aufsatz von Heinrich Hertz, der sich mit der Bestimmung von Luftfeuchtigkeit befasste. Darin hatte er eine Grafik entwickelt, aus der man die Luftfeuchtigkeit, abhängig von bestimmten Parametern, direkt ablesen konnte, was in der Folge eine große Arbeitserleichterung für die Meteorologen war.

Nr. 4 – 1886 heiratete Heinrich Hertz die Tochter eines Kollegen, Elisabeth Doll. Mit ihr hatte er zwei Töchter: Johanna und Mathilde. Seine Frau unterstützte ihn nicht nur beim Verfassen wissenschaftlicher Artikel, sondern auch bei seinen Experimenten.

Nr. 5 – Heinrich Hertz hielt seine letzte Vorlesung als Professor an der Universität in Bonn im Jahr 1893. Er ahnte, dass er nicht mehr lange leben würde. „Wenn mir wirklich etwas geschieht", sagte er, „so sollt ihr nicht trauern, sondern ein wenig stolz sein, dass ich dann zu den besonders Auserwählten gehöre, die nur kurz leben und doch genug leben. Dies Schicksal habe ich mir nicht gewünscht und gewählt, aber wo es mich getroffen, muss ich zufrieden sein. Und wenn mir die Wahl gelassen wäre, würde ich es vielleicht selbst gewählt haben.” Am 1. Januar 1894 starb Heinrich Hertz an einer Blutvergiftung als Folge fortdauernder Infektionen. Er wurde nur 36 Jahre alt.