Standardisierungsaktivitäten

Standards bieten einen einheitlichen Rahmen für Entwickler und Regulierungsbehörden und gewährleisten die breite Anwendbarkeit, Interoperabilität und Vertrauenswürdigkeit neuer Technologien. Künstliche Intelligenz (KI) bildet dabei keine Ausnahme. Mehrere nationale und internationale Organisationen entwickeln aktiv KI-Standards, um diese Ziele zu unterstützen. Die Forschungsgruppe Angewandtes Maschinelles Lernen (AML) spielt eine aktive Rolle bei der Gestaltung dieser Bemühungen in verschiedenen Bereichen und auf unterschiedlichen Ebenen.

Auf nationaler Ebene haben Mitglieder der AML-Gruppe zur DIN/DKE Deutschen Normungsroadmap KI beigetragen. Mehr als 300 Experten haben in Arbeitsgruppen zusammengearbeitet, die Themen wie industrielle Automatisierung, Mobilität und Logistik, Medizin, Ethik sowie Qualität und Zertifizierung abdecken.

Auf internationaler Ebene sind Mitglieder der AML-Gruppe an mehreren zentralen Initiativen beteiligt. So nehmen sie beispielsweise an der „Globalen Initiative zur Resilienz gegenüber Naturgefahren durch KI-Lösungen“ teil, die von mehreren UN-Organisationen geleitet wird. Diese Initiative entwickelt eine Roadmap für den effektiven und sicheren Einsatz von KI beim Management von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Lawinen und Hitzewellen und konzentriert sich dabei auf Bereiche wie Datenerhebung und -management, verbesserte Modellierung über raumzeitliche Skalen hinweg und effektive Kommunikation.

Darüber hinaus tragen AML-Mitglieder zur Globalen Initiative für KI im Gesundheitswesen bei, vormals die Fokusgruppe „KI für Gesundheit“, einem gemeinsamen Projekt der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit dem Ziel, einen standardisierten Bewertungsrahmen für KI-Methoden im Gesundheitswesen zu schaffen.