2. Dezember 2025
Zentrales faseroptisches Sensorsystem zur Gebäudeüberwachung in Erdbebenregionen
Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), Förderkennzeichen KK6027801SY5 (IraSME-Projekt)
Zeitraum: Oktober 2025 – März 2027
Erdbeben stellen weltweit eine erhebliche Gefahr für Menschenleben und Infrastruktur dar. Die frühzeitige umfassende Erkennung von Gebäudeschäden, die in Folge von Erdstößen entstanden sind, ist entscheidend, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten und Leben zu retten. Das Forschungsprojekt CASSIOPEIA setzt genau hier an: Ziel ist die Entwicklung eines zentralisierten, kostengünstigen und skalierbaren Structural Health Monitoring (SHM)-Sensorsystems, das auf faseroptischen Sensoren basiert.
Durch die Integration von Spezial-Faser-Bragg-Gittern (FBGs) und moderner Telekommunikationstechnik können zahlreiche Sensoren zentral ausgelesen und überwacht werden. Das System ermöglicht eine kontinuierliche oder bedarfsgerechte Überwachung der strukturellen Integrität von Gebäuden. Die Sensordaten liefern die Grundlage für eine gebäudespezifische Klassifizierung des aktuellen Zustands – insbesondere nach Erdbeben. So können gefährdete Gebäude frühzeitig identifiziert und notwendige Maßnahmen eingeleitet werden. Das innovative Sensorsystem nutzt Multiplexing-Technologien (WDM/TDM), um mehr als 1000 Sensorpunkte über mehrere Gebäude hinweg mit einer zentralen Messeinheit zu verbinden. Die relevanten Messgrößen – wie Gebäudeschwingungen, Eigenfrequenzen und Amplituden – erlauben eine präzise Post-Desaster-Analyse und eine schnelle, sichere Bewertung der Gebäudesicherheit.